In der Kirche des Mittelalters entwickelte sich eine stark ausgeprägte Frömmigkeitsform der Verehrung der Eucharistie. Der Leib Christi sollte nicht nur beim Gottesdienst empfangen werden, sondern auch darüber hinaus öfters „mit den Augen“ betrachtet und angebetet werden. In der „Monstranz“ wird das Jesus-Brot auf den Altar gestellt. Das nennen wir Aussetzung, weil der Leib Christi aus dem Tabernakel herausgenommen wird. Das Wort Monstranz kommt von "Herzeigen": In einem schön verzierten Altargerät, das ein Fenster enthält, können die Menschen, die davor beten, das heilige Brot anschauen.
Auch das Fronleichnamsfest entstand zu dieser Zeit und will das Jesus-Brot von der Kirche in die Welt hinaus tragen und damit symbolhaft zeigen, dass Jesus mit uns geht.
Eine ähnliche Absicht steckt hinter dem sogenannten „Anbetungstag“: alle Tage des Jahres sind zur Anbetung verteilt auf einzelne Kirchen und Pfarren in der Diözese, sodass das ganze Jahr über immer irgendwo in der Diözese vor dem Leib Christi gebetet wird.
Natürlich kann man auch ohne Aussetzung des Allerheiligsten beten – Gott hört uns immer zu. Trotzdem könnten wir in dieser Frömmigkeitsform eine große Chance sehen: Sie erinnert uns regelmäßig daran, dass Jesus uns ein großes Geschenk gemacht hat und weiterhin macht: ER VERSCHENKT SICH SELBST AN UNS.
(Quelle: Diözese Linz)
... so beten auch wir, immer am 12. April! Danke allen, die heuer an der Anbetung beteiligt waren, ob durch Organisation oder Teilnahme!