Wir erinnern uns - ein Artikel im Pfarrblatt 2016:
Zu Christi Himmelfahrt am 5. Mai 2016 jährte sich zum 70. Mal die Gelöbniswallfahrt der Pfarre Biberbach auf den Sonntagberg. Entstanden als Wallfahrt für den Frieden nach dem überstandenen Krieg und der Befreiung aus der Besatzung gingen im Jahr 1946 an die 1000 Pfarrangehörige, darunter rund 200 Kriegs-Heimkehrer, mit auf den heiligen Berg.
Die Wallfahrt begann damals schon um 5 Uhr morgens, schloss ein Hochamt in der Basilika, eine Marienfeier vor dem Rückmarsch und einen Schlusssegen in Biberbach mit ein. Durch diese Demonstration der Dankbarkeit, des Glaubens und der Gemeinschaft entstand auf Beschluss des Pfarrkirchenrates und der Pfarre die Gelöbniswallfahrt, die bis heute noch durchgeführt wird. Ein einziges Mal fand auf Grund der Maul- und Klauenseuche die Wallfahrt nicht zu Christi Himmelfahrt, sondern im Oktober statt. Heute dürfen wir ergänzen: auch im Jahr 2020 - dem "Corona-Jahr" - konnte die Wallfahrt erst Anfang September durchgeführt werden.
1965 nahmen noch um die 800 Biberbacher/innen an der Wallfahrt teil. Diese wurde jedoch nach der Messe beendet, es gab keinen Auszug mehr und keinen gemeinsamen Rückmarsch nach Biberbach.
Statt der ca.1000 Wallfahrer vor 70 Jahren machten sich 2016 immerhin an die 115 Biberbacher/innen auf den Weg, diese Tradition fortzusetzen. Begleitet von der Musikkapelle in Biberbach, Gleiss und auf dem Sonntagberg, zogen die Wallfahrer um 10.30 Uhr in die Basilika ein. Im Wechsel mit der Musikkapelle gestaltete der Biberbacher Kirchenchor die Festmesse. Zur Aufführung kam die Trompetenmesse von Anton Erich Kratz: Stimmen und Trompetenklänge erfüllten die Kirche auf wunderbare Weise und gaben Zeugnis von der Festlichkeit dieses Gottesdienstes.
Um an den ursprünglichen Ablauf der Wallfahrt zu erinnern machte sich um 13.30 Uhr eine Gruppe in Begleitung von Brigitte Hofschwaiger zu Fuß wieder auf den gemeinsamen Rückweg nach Biberbach. Wie auch vor 70 Jahren wurde in Adersdorf Rast gemacht und die Wallfahrer wurden nach einer kurzen Andacht bei der Kapelle von Eva und Christian Wagner bestens versorgt.
Nach einem weiteren Innehalten bei der Dreifaltigkeitskapelle der Familie Kropf in Brandhof zog die kleine Wallfahrergruppe in die Kirche in Biberbach ein und beendete die Jubiläumswallfahrt mit einem Segensgebet.